Zink, Kräuter, Panik
Das perfekte Rezept für den Fellwechsel

In der Pferdehaltung begegnen wir zweimal im Jahr einem besonderen Ereignis: dem Fellwechsel. Dieser natürliche Prozess beschäftigt meistens die Besitzer mehr als die Pferde selbst, die ohne viel Aufhebens ihr Fell wechseln. Während einige zur Unterstützung auf eine Vielzahl von Ergänzungsmitteln zurückgreifen, wird oft übersehen, dass eine Steigerung Bewegung und eine angemessene Ration wesentlich zur Erleichterung des Fellwechsels beitragen können.

 

Mehr Aktivität im Freien stimuliert nicht nur die verschiedenen Stoffwechselprozesse der Pferde, sondern wirkt sich auch positiv auf den Fellwechsel aus. Eine ganzheitliche Herangehensweise, die neben der Fütterung auch ausreichend Bewegung umfasst, ist daher empfehlenswert, um die Pferde optimal durch diese Phase zu begleiten. Beachtenswert ist, dass Probleme während des Fellwechsels oft ein Indikator für vorherige Unstimmigkeiten sind. Die Probleme sind also selten durch den Fellwechsel entstanden, sondern meist schon einige Wochen vorher. 


Der Fellwechsel: Ein Blick ins Blut

Interessant dabei ist die Reaktion auf veränderte Blutwerte, insbesondere der Leber, während dieser Zeit. Schnell wird ein Zusammenhang mit dem Fellwechsel vermutet, und ehe man sich versieht, wird das Pferd mit diversen Zusätzen versorgt. Von Kräutern über Zink bis hin zu anderen, kreativen Lösungen – alles im Namen der Unterstützung.

 

Doch halt! Vielleicht hat der Fellwechsel damit überhaupt nichts zu tun?

 

Die Übeltäter

Die wahren Übeltäter könnten ganz andere sein: eine nicht bedarfsdeckende Fütterung einen schlechten Ernährungszustand aus dem Winter oder auch eine Belastung durch Parasiten Heu, das nach langer Lagerzeit eher einer Pilz- und Keimhochburg gleicht zu wenig Bewegung oder auch dauerhafter Stress Diese Faktoren sind es, die die Leberwerte in die Höhe treiben können, nicht der Fellwechsel selbst.

 

 

Die gute Nachricht

Die gute Nachricht? Meistens findet das System Pferd von selbst wieder ins Gleichgewicht, wenn wir zwei einfache Dinge sicherstellen: ausreichend Bewegung und eine bedarfsgerechte Grundversorgung, dazu gehört auch die Haltung und das entsprechende Parasitenmanagement. Bevor also das nächste Wundermittel aus dem Regal gezogen wird, lasst uns einen Moment innehalten und überlegen. Vielleicht ist die Lösung einfacher, als wir denken.

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